Vorteile der SIEMENS S7-1500 und S7-300 S7-400
Jul 05, 2023
Vorteile der SIEMENS S7-1500 und S7-300/S7-400 Vorteil 1: Das Design des S7-1500 ist benutzerfreundlicher und daher für das Projektpersonal leichter zugänglich. Die Modulgröße ist etwas größer als beim S7-300, das Gehäuse ähnelt dem des S7-300. Der Frontanschluss verfügt über vorinstallierte Kabelpositionen und bietet spezielle Leistungskomponenten, eine Abschirmhalterung und eine Kabelkarte, was die Verkabelung vereinfacht und die Zuverlässigkeit erhöht. Insbesondere die LED-Anzeige auf der CPU ermöglicht es den Technikern, den CPU-Status und Fehlerinformationen der S7-1500-Serie deutlich einfacher abzurufen. Vorteil 2: Aus Hardware-Sicht bietet die S7-1500 SPS eine höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit, stärkere Netzwerkfähigkeit, verbesserte Diagnosemöglichkeiten und höhere Sicherheit. Sie spart nicht nur Kosten und steigert die Produktionseffizienz, sondern ist auch deutlich sicherer und zuverlässiger sowie einfacher und bequemer zu warten. Damit ist sie die bevorzugte Steuerung für Fabrikkunden und Wartungspersonal vor Ort. Beispielsweise nutzt die S7-1500 im Vergleich zur S7-300/400 die neue Backplane-Bus-Technologie mit hoher Baudrate und modernem Übertragungsprotokoll, was die Signalverarbeitungsgeschwindigkeit erhöht. Die S7-1500 verfügt über eine CPU-Integration mit 1–3 PROFINET-Schnittstellen, die eine kostengünstige und schnelle Konfiguration der Feldkommunikation sowie die Kommunikation im Unternehmensnetzwerk ermöglicht. Die S7-300/400 hingegen verfügt nur über eine CPU-Integration pro Modell mit PROFINET-Schnittstelle. Das SPS-Modul S7-1500 verfügt über integrierte Diagnosefunktionen. Die Diagnose erfolgt auf Kanalebene. Es ist keine zusätzliche Programmierung erforderlich. Im Fehlerfall werden die betroffenen Kanäle schnell und präzise identifiziert, wodurch Ausfallzeiten reduziert werden. Dies ist bei der SPS S7-300/400 nicht zu finden. Vorteil 3: Die SPS S7-1500 zeichnet sich durch höhere Konfigurations- und Programmiereffizienz sowie eine komfortablere Informationserfassung und -anzeige aus, was insbesondere für Konstrukteure von Vorteil ist. Dank der nahtlosen Integration der S7-1500 in die TIA Botu-Software ist die Bedienung – ob Hardwarekonfiguration, Netzwerkverbindung, übergeordnete Konfiguration oder Softwareprogrammierung – einfach und schnell. Die SPS S7-300/400 hingegen verwendet für die Konfiguration die klassische STEP 7-Software und für die übergeordnete Konfiguration WinCC. Im Vergleich zur TIA Botu-Software sind einige Vorgänge umständlicher (beispielsweise kann bei einem Syntaxfehler in einem Programmblock nicht gespeichert werden). Bei der S7-1500 lassen sich CPU-Status, Prozessvariablen und Fehlerinformationen jederzeit über einen Internetbrowser, die integrierte CPU-Anzeige, TIA Botu und HMI-Geräte abrufen. Die S7-300/400 hingegen verfügt über keine CPU-Anzeige, und die Informationserfassung und -anzeige ist weniger komfortabel als bei der S7-1500. Vorteil 4: Die SPS S7-1500 unterstützt umfangreichere Datentypen als die SPS S7-300/400. Die S7-1500 hat eine maximale Länge von 64 Bit, während die S7-300/400 nur 32 Bit unterstützt. Die S7-1500 unterstützt Pointer und Any, die S7-300/400 hingegen nur die ersten beiden. Diese Eigenschaften machen die Programmierung der S7-1500 flexibler. Vorteil 5: Darüber hinaus kann die S7-1500 die Bewegungssteuerung ohne zusätzliche Module realisieren. Dank PLCopen-Technologie lassen sich verschiedene PROFIdrive-fähige Treiber mit Standardkomponenten anbinden. Die S7-1500 unterstützt außerdem die TRACE-Funktion für alle CPU-Variablen, was die Debugging-Effizienz erhöht und die Treiber- und Controller-Performance optimiert. Kurz gesagt, die Funktionen der S7-1500-SPS decken nicht nur den Großteil der Funktionen der S7-300/400-SPS ab, sondern bieten auch ein breites Anwendungsspektrum. In Verbindung mit den oben genannten unvergleichlichen Vorteilen wird sie daher in Zukunft in verschiedenen technischen Bereichen weit verbreitet sein. Drei Nachteile der S7-1500 und der S7-300/400: Bei so vielen Vorteilen der S7-1500-SPS – gibt es denn keine Nachteile? Ganz bestimmt nicht! Der am häufigsten kritisierte Punkt der Botu-Serie ist nicht die Hardware, sondern die Software!Zunächst einmal integriert Botu nicht nur STEP 7 und WINCC, sondern ist auch ein sehr umfangreiches Softwarepaket. Dadurch benötigt die gesamte Botu-Software viel Speicherplatz und der Computer hängt ständig, was für Anwender oft ein großes Problem darstellt. Viele Elektrofachkräfte nutzen veraltete Programmierrechner, die möglicherweise schon seit Jahren im Einsatz sind und daher nicht einfach auf Botu umsteigen können. Liegt es vielleicht daran, dass die SPS den Debugging-Computer ersetzen soll? Aber wie soll man ohne ein gutes Werkzeug ein effektives Debugging und eine gute Wartung gewährleisten?Zweitens muss die Softwareversion innerhalb von bo way konsistent sein. Wenn STEP 7 auf V14SP1 aktualisiert wird, muss auch WINCC auf die entsprechende Version aktualisiert werden, sonst ist es nicht nutzbar. Solche Probleme stellen ein kleines Hindernis für die zukünftige Entwicklung von Botu dar. Das größte Problem für die Anwender ist die mangelnde Abwärtskompatibilität der bo way-Software. Dies führt dazu, dass Anwender, die in einem Projekt mit vielen verschiedenen Versionen arbeiten, mehrere Versionen von bo way installieren müssen. Die Menge an benötigter bo way-Software schreckt Anwender von Upgrades ab, wodurch die Entwicklung von Siemens bo way indirekt eingeschränkt wird.
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